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Hütte des Monats: März – Hytte Femunden in Norwegen

geraet.blog - hytte femunden Foto: © Tom Gustavsen

Auf einem Grundstück am Femundsee, angrenzend an das größte Naturschutzgebiet im südlichen Skandinavien, steht ein Kleinod norwegischer Architekurkunst. Zwei etwa hundert Jahre alte Waldhütten wurden von den Architekten  Aslak Haanshuus Arkitekter um einen weiteren Bau ergänzt und geschickt zu einem einheitlichen Ganzen gefügt: Hytte Femunden.geraet.blog - hytte femunden

Baukörperfügung

Die Architekten fügen die circa 15 Quadratmeter Bestandshütten und den Neubau mit drei geschickten Maßnahmen zu einem einzelnen Haus. Zum Einen wird der Neubau analog zum Altbau in traditioneller Holzbauweise errichtet, so dass alle gemeinsam visuell konsistent erscheinen. Zum Anderen verbinden sie die im Gelände aufgeständerten Gebäude mit einer durchlaufenden Holzdielenkonstruktion und einem alle Bereiche überdeckenden Satteldach. Die Außenräume dazwischen werden so zu witterungsgeschützen Zonen zwischen den Innenräumen.

 

Dach und Belichtung

Das Material des Daches der Hytte Femunden ist eine Mischung aus Wellblech und transparenten Polycarbonat Wellplatten. Die Transparenzen werden zur Belichtung oberhalb der Außenzonen genutzt. Weiterhin ergänzen die Wellplatten die Innenraumbelichtung der Fenster in Form von Oberlichtern.

 

Raumprogramm

Während die alten Bauten nun als Gästezimmer und Abstellraum genutzt werden, beinhaltet der Neubau Schlafzimmer, Küche, Bad, Sauna und ein Wohnzimmer mit einem gefühlt endlosen Blick über den See bis hin zu den Bergen im Naturschutzgebiet.

Bilder: Tom Gustavsen